Nachrichtentelegramm des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen:

Landesjagdverband Bayern beschließt Austritt aus dem DJV
– Professor Jürgen Vocke legt Amt als DJV-Vizepräsident nieder –


24.09.2009 - Ab dem 1. Januar 2010 sind die bayerischen Jäger nicht mehr im DJV organisiert. Mehrheitlich folgten die bayerischen Delegierten auf ihrer Sondertagung am 19. September 2009 der Beschlussempfehlung des Präsidiums und des Landesausschusses des Landesjagdverbandes Bayern e.V.: „Der Landesjagdverband Bayern (BJV) wird zum Ablauf des 31.Dezember 2009 seine Mitgliedschaft im „Deutschen Jagdschutzverband – Vereinigung der Deutschen Landesjagdverbände“ (DJV) aufkündigen.“ Zwischenzeitlich ist die Kündigung der Mitgliedschaft schriftlich erfolgt und der BJV-Präsident, Professor Jürgen Vocke, hat mit sofortiger Wirkung sein Amt als DJV-Vizepräsident niedergelegt.

„Wir bedauern den Austritt des Landesjagdverbandes Bayern sehr!“, erklärte DJV-Präsident Jochen Borchert gegenüber der Presse. „Wir haben intensiv darum gekämpft, den LJV Bayern zu einem Kompromiss zu bewegen. Leider hat der BJV unsere ausgestreckte Hand nicht ergriffen.“

Insbesondere bei seinen finanziellen Forderungen (sofortige Beitragssenkung von 12 auf 7,50 Euro) und seinem kurzfristigen Zeitplan für eine Änderung der DJV-Satzung hatte der BJV-Präsident keine Zugeständnisse gemacht.

In einer Pressemitteilung begründet Professor Vocke die Beschlussempfehlung zum Austritt mit der angeblichen „Reformverweigerung“ des DJV, da die Sonderdelegiertenversammlung des DJV jeden Reformvorschlag abgelehnt habe. Tatsächlich hat die Außerordentliche Delegiertenversammlung des DJV am 15. September 2009 aber ein sehr weitreichendes Reformpaket beschlossen, auf das sich zuvor 15 Präsidenten der LJV mit Ausnahme des bayerischen Präsidenten geeinigt hatten.

Das mit 215 Ja- zu 69 Nein-Stimmen verabschiedete Reformpaket beinhaltet folgende Punkte:

Zuvor war über den früheren Antrag von sieben Landesjagdverbänden (Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) auf Antrag von Bayern geheim abgestimmt worden. Dies, obwohl die übrigen LJV-Präsidenten – bis auf Bayern – auf den o.g. Reformkurs eingeschwenkt waren. Der Antrag wurde mit 146 Nein- zu 88 Ja-Stimmen abgelehnt.

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